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Maltit – zuckerfreie Süße für Plätzchen, Schokolade, & Co

Mit Maltit (ohne Zucker) Plätzchen, Schokolade, & Co süßen – Süßigkeiten gehören zu den beliebtesten und damit zu den am häufigsten verkauften Lebensmitteln in Deutschland. Um dem Wunsch vieler Verbraucher nach zuckerfreien Süßigkeiten und kalorienarmen süßen Lebensmitteln nachzukommen, haben viele Unternehmen sogenannte „zuckerfreie“ Produkte auf den Markt gebracht. Dabei wird nicht sofort klar, wie das Produkt hergestellt wird und ob es tatsächlich völlig ohne Zucker süß sein kann. Wie kann hier die Grenze zum herkömmlichen raffinierten Zucker und auf der anderen Seite zu den Süßstoffen wie Aspartam gezogen werden? Die Antwort darauf liegt in der Verwendung von Maltit. Hierbei handelt es sich um einen Zuckeralkohol, der von seiner Verwendung in Diabetiker-Süßigkeiten ausgehend auch Einzug in andere Lebensmittel erhalten hat. Besonders Plätzchen mit Maltit erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

maltit plätzchen
Foto: Jade Wlfraat Unsplash.com (CC0 1.0)

Was genau ist Maltit und wofür wird es verwendet?

Der Fachbegriff für den Zuckeralkohol ist „Maltitol“. Er schmeckt äußerst süß, weshalb er nur in geringer Konzentration verwendet wird. Hinzu kommt, dass er etwa halb so viele Kalorien besitzt wie die gleiche Menge Zucker, nämlich rund 2,5 Kalorien pro Gramm.

Aus diesem Grund macht es Sinn, bei einer Diät den Zucker entsprechend zu ersetzen. Es ist auch kein vollständiger Ersatz notwendig. Bereits bei einer Mischung mit anderem Zucker sinkt die Kalorienbilanz. Von der süßen Wirkung profitieren auch Diabetiker, die zum Beispiel Maltitplätzchen unbesorgter naschen können. Denn der Zuckeralkohol wird insulinunabhängig verstoffwechselt. Es handelt sich hier also um keinen echten Zucker. Deshalb dürfen die betreffenden Lebensmittel trotz des süßen Geschmacks als „zuckerfrei“ ausgezeichnet werden.

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Wissenschaftliche Daten zu Maltit

Wenn Sie Plätzchen oder andere Süßigkeiten herstellen möchten und sich deshalb genauer informieren wollen, interessiert Sie vielleicht die genaue chemische Struktur des Zuckeralkohols. Gewonnen wird Maltitol aus Maisstärke, wobei Maltose eine Zwischenstufe bei der Umwandlung einnimmt. Wenn Sie eine Zutatenliste lesen, ist Ihnen der Zuckeraustauschstoff vielleicht schon unter der Bezeichnung E 965 begegnet. Die chemische Summenformel ist C12-H24-O11 und die CAS-Nummer 585-88-6. Die innere Energie beläuft sich auf 10 kJ pro Gramm und der Schmelzpunkt liegt im Bereich 149 bis 152 Grad Celsius.

Backen von Plätzchen mit Maltit

Die Anwendung – zum Beispiel zum Backen von Plätzchen mit Maltit – entspricht der von Haushaltszucker. Sie erhalten hier ein weißes Pulver, das Sie in den Teig oder in die andere Zubereitungsform einarbeiten. Natürlich können Sie die gewünschten Plätzchen auch fertig mit Maltit gesüßt kaufen. Achten Sie auf die entsprechende Kennzeichnung oder auf die Angabe „zuckerfrei“.

Bei zuckerfreien Süßigkeiten können allerdings auch andere Ersatzstoffe eingesetzt worden sein. Dies können Sie der Zutatenliste entnehmen. Nach Angabe der WHO können Sie entsprechende Nahrungsmittel auch als Diabetiker unbesorgt zu sich nehmen. Festgestellt wurde, dass der Zuckeraustauschstoff im Wesentlichen harmlos ist. Allenfalls können bei sehr großer Aufnahme Durchfälle auftreten. Nach Angaben von Verbraucherschützern bewegt sich die betreffende Verzehrgrenze zwischen 30 und 50 Gramm am Tag.

Maltitol für Diabetiker und während einer Diät

Wenn Sie Diabetiker sind, werden Sie besonders häufig bei speziellen Diabetiker-Produkten auf Maltitol treffen. Solche Lebensmittel helfen Ihnen, den Verzicht in Grenzen zu halten und Spaß am Genuss zu behalten. Auch während einer Diät macht es Sinn, auf maltitgesüßte Nahrungsmittel zurückzugreifen, da Sie hierdurch Kalorien sparen. Falls Sie beim Abnehmen Lust auf etwas Süßes haben, ist diese Wahl eine sinnvollere als die Entscheidung für klassische Süßigkeiten mit Haushaltszucker.

Übrigens ist der Austauschstoff nicht immer nur wegen der Süße im Lebensmittel enthalten. Er ist auch in der Lage, der Luft Feuchtigkeit zu entziehen und damit Süßwaren vor dem Austrocknen zu bewahren.

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