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Low Carb Ernährung – die Lösung gegen lästige Pölsterchen?

Im Bezug auf Gesundheitsprävention und Fettreduzierung stehen sogenannte Low Carb Diäten seit Jahren im Fokus und werden heiß diskutiert. Dabei handelt es sich um Ernährungsweisen, bei denen der tägliche Verzehr von Kohlenhydraten eingeschränkt und der Nahrungsanteil an Protein und Fett erhöht werden soll. Die Empfehlungen reichen dabei von einer leichten Einschränkung bis hin zu einem weitgehend kompletten Verzicht. Die Low Carb Bewegung hat eine beachtliche Reihe von verschiedenen Diäten wie die Atkins-, Logi oder Paleo-Methode hervorgebracht. Gegnerische Stimmen halten diese Esskultur für einseitig, andere sehen sie als die für den Menschen natürlichste und somit optimale.

Eiweißbrot
Foto: Jules Morgan Fllickr.com (CC BY 2.0)

Was spricht gegen Low Carb Ernährung?

Low Carb Ernährungsformen sollen aufgrund des meist sehr hohen Fettanteils bei gleichzeitig unzureichender Ballaststoffzufuhr unausgewogen sein. Wer auf diese Weise an Gewicht verlieren will, müsse mit „Nebenwirkungen“ wie Energiemangel, Kopfschmerzen und Muskelkrämpfen rechnen.
Eine schwedische Studie mit rund 40.000 weiblichen Probandinnen soll gezeigt haben, dass 20 Gramm weniger Kohlenhydrate sowie eine 5 Gramm höhere Proteinzufuhr täglich das Risiko eines Schlaganfalls oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen um sage und schreibe 5 Prozent steigen lässt.

Positive Auswirkungen der Kohlenhydratreduktion

Vertreter der zahlreichen Low Carb Diäten argumentieren hingegen meist mit dem natürlichen Körperhaushalt des Menschen, dessen Organismus seit der Steinzeit an den Verzehr von Proteinen (maßgeblich aus Wurzeln, Beeren und Fleisch) angepasst ist. Die Gefahr eines Jo-Jo-Effekts sei zudem durch ein gesteigertes Sättigungsgefühl deutlich geringer als bei kohlenhydratlastigen Ernährungsformen oder Mischkost. Als Abnehmmethode kann Low Carb des Weiteren punkten, da durch einen geringeren Blutzuckeranstieg die Ausschüttung des Dickmacher-Hormons Insulin im Zaum gehalten und somit auch der gefürchtete Heißhunger und Süßes und Fettiges verhindert wird. Viele Fitnesstrainer sind der Ansicht, dass eine reduzierte Kohlenhydratzufuhr dem Erreichen einer sportlich definierten und wohlproportionierten Figur zugute kommt, da bei der Energiegewinnung aus Eiweiß deutlich mehr Kalorien verbrannt werden als bei der Umwandlung von Zucker und Co.

Verzicht auf Kohlenhydrate? Gar nicht so einfach!

Der Großteil der Deutschen hängt an seiner täglichen Brotmahlzeit! Trotz einer unendlichen Anzahl von Rezepten auf Gemüse-, Fleisch- oder Milchproduktbasis gilt, dass vor allem zum Abendessen die meisten nicht auf das etablierte Grundnahrungsmittel verzichten wollen. Eiweißbrot trumpft hier als die optimale Alternative auf: Im Grunde wie normales Brot schmeckend, überzeugt es ganz im Sinne von Low Carb durch einen geringen Kohlenhydratanteil und viele Proteine und gesunde Fette aus Samen und Körnern. Im gängigen Sortiment von Bäckereien und Supermärkten muss man für einen Laib Eiweißbrot meist deutlich tiefer in die Tasche greifen als für sein gewöhnliches Pendant aus Weizen, Roggen oder Dinkel. Doch mit folgendem einfachen, leckeren und frischen Rezept für Eiweißbrot mithilfe einer Küchenmaschine ist dies von nun an kein Thema mehr. Hier eine kurze Anleitung wie man Eiweißbrot selber machen kann:

Zutaten pro Portion

  • 100g ganze Mandeln
  • 100g Leinsamen
  • 250g Magerquark
  • 6 Eier, Größe M
  • 5 Esslöffel Weizenkleie
  • 2 Esslöffel Vollkornmehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Teelöffel Salz

Zubereitung von Eiweißbrot

  1. Die Mandeln in der Küchenmaschine mahlen und umfüllen. Leinsamen schroten und mit dem Mandelmehl vermengen.
  2. Quark, Eier, Weizenkleie, Vollkornmehl sowie Backpulver und Salz zugeben und alles gut verrühren.
  3. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und 50 bis 60 Minuten bei 200° Heißluft backen.

Das fertige Eiweißbrot können Sie nach Lust und Laune herzhaft oder mit süßem Aufstrich genießen.

Tipp: Durch seine tierischen Zutaten ist Eiweißbrot weniger lange haltbar als normale Brotsorten. Sie können es aber ohne Bedenken scheibenweise oder am Stück einfrieren und bei Bedarf auftauen!

Eiweißbrot mit der Küchenmaschine selber machen